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Bikesharing und Rollersharing werden zwar immer beliebter, doch wenn das Wetter schlecht ist, steigt man doch lieber ins Auto. Zwei Schweizer haben sich deshalb etwas Neues einfallen lassen. Das elektrische Bicar ist ein Zwischenschritt zwischen Fahrrad und Auto und ist für den Sharingbetrieb auf der letzten Meile gedacht.

Kreuzung aus Fahrrad, Roller und Auto

Hans-Jörg Dennig und Adrian Burri sind Ingenieure an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Ihr Bicar ist eine Art Elektro-Dreirad mit Frontscheibe und Dach. Es ist extra hoch gebaut für optimale Sicht im Verkehr und schützt vor Regen und Schnee. In den Kurven neigt sich das Fahrzeug wie ein Fahrrad leicht zur Seite, möglich macht es der eingebaute Neigemechanismus. Diese Mischung aus Fahrrad, Scooter und Auto könnte zum Beispiel auf der Strecke vom Bahnhof bis zum eigentlichen Ziel eingesetzt werden.

Batterietausch statt Warten an der Ladestation

Die beiden Ingenieure sehen das Bicar als ein weiteres Puzzleteil auf dem Weg zu neuen Mobilitätskonzepten. Es braucht wenig Platz (auf einen Parkplatz passen acht Bicars) und ist zudem leicht und umweltfreundlich elektrisch unterwegs. Das Bicar wird bis zu 45 km/h schnell. Zu weiteren technischen Details schweigen sich die beiden noch aus, da sie ihr Fahrzeug zum Patent angemeldet haben und der Antrag gerade läuft. Doch sie peilen eine Reichweite von mindestens 30 Kilometern an. Leere Batterien sollen einfach an Tauschstationen gewechselt werden können, und über eine Handy-App bekommt man Tempo und Akkustand angezeigt.

2020 kann man die ersten Bicars mieten

Für ihre Idee konnten Dennig und Burri bereits den Schweizer Unternehmer Urs Horat begeistern, der als Investor bei der neu gegründeten Share Your Bicar AG eingestiegen ist. Geld kommt außerdem von der EU und von Partnerfirmen. Nun soll das Bicar bis zur Marktreife weiterentwickelt werden, derzeit arbeiten sechs Ingenieure und eine Industriedesignerin an dem leuchtend goldfarbenen Gefährt. Gleichzeitig stehen die Gründer in engem Austausch mit Städten in der Schweiz und in der EU, die auf der Suche nach neuen Mobilitätslösungen sind. Ganz oben steht dabei die Reduzierung des Autoverkehrs. Die Entwickler hoffen, schon 2019 die Straßenzulassung zu erhalten, um das Bicar dann im Realbetrieb zu testen. Ab 2020 sollen die ersten Kooperationen mit Pilotkunden abgeschlossen werden.

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Quellen / Weiterlesen:
Dreirädriger Elektro-Flitzer BICAR sichert sich Finanzierung | ecomento.de
Smart City Mobility | Share your BICAR
Bicar: Goldenes E-Dreirad für die letzte Meile | Edison
Dreirad-Stromer Bicar auf dem Weg zur Marktreife | electrive.net
Bildquelle: © Share your BICAR AG

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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