Nach dem Mittelklasse-SUV U5 hat Aiways mit seinem neuen Modell eine junge Zielgruppe im Blick. Der Aiways U6 wird ein sportliches SUV-Coupé, das eigentlich schon Ende 2020 auf den Markt kommen sollte. Nun dauert es wegen der aktuellen Krise wohl mindestens bis Frühjahr 2021.

Virtuelle Premiere des Aiways U6 wegen Corona

Im März wollte Aiways dem U6 seine Studie „U6ion“ vorausschicken und auf dem Genfer Autosalon präsentieren. Daraus wurde bekanntlich nichts, doch das Elektroauto wurde zumindest virtuell enthüllt. Die Studie gibt einen Ausblick auf das geplante Serienfahrzeug, das vermutlich wie der U5 einen E-Motor mit 160 kW, eine 63 kWh-Batterie und 400 Kilometer Reichweite nach WLTP haben wird.

Sportliches Design für eine junge Zielgruppe

Ganz anders ist jedoch das Design des U6, das Aiways als „Crossover“ angekündigt hat. Der Viertürer kommt mit Glasdach, coupéhaftem Heck und einem Spoiler auf der Heckscheibe. Der U6 wird etwas niedriger als der U5 und fällt auch durch seinen Schwellerschutz auf, der stark nach oben gezogen wurde. Mit diesem „dramatischen und muskulösen“ Design will Aiways junge, umweltbewusste Kunden anziehen.

Bei der Entwicklung des U6 stand deshalb auch die Aerodynamik im Vordergrund. Die Felgen haben laut Aiways einen besonders geringen Luftwiderstand und an den Kotflügeln leiten spezielle Bauteile den Luftstrom um die Radkästen herum. Alles zusammen sorgt schließlich für einen cW-Wert von 0,27.

Futuristischer Innenraum mit Spracherkennung

Der Innenraum der Studie ist futuristisch gestaltet. Auffällig ist unter anderem ein „Grip Shift“-Hebel, der an einen Beschleunigungshebel für Motoryachten erinnert. Hier können Fahrer wie bei einem Automatikhebel zwischen D, R, P und N wählen. Das Lenkrad ist rechteckig und nach oben offen, als Türöffner dienen Textilschlaufen.

Das zentrale Display im U6 hat 14 Zoll und ist somit größer als das Display im U5. Ein Roboter im Armaturenbrett wird über Sprache gesteuert und spricht das Fahrzeug und das Entertainment-System an. Im Kofferraum findet sich ein Fach für einen Elektro-Roller, außerdem hat Aiways in der Studie auch Ablagen speziell für Drohnen vorgesehen. Offen ist allerdings, wie viel davon es in die Serienversion des U6 schafft.

Aiways setzt auf Direktvertrieb

Wie schon beim Vorgänger setzen die Chinesen beim U6 auf den Direktvertrieb über den Vertriebspartner Euronics. Und das nächste Modell steht übrigens auch schon in den Startlöchern: Ein konsequenterweise U7 benannter großer SUV ist vor allem für den US-Markt gedacht.

Quellen / Weiterlesen

Aiways U6ion: Coupéhafte Variante des U5 vorgestellt | motor1.com
Aiways U6: Kurs auf junge Kunden | kfz-betrieb
Aiways U6 ION Concept: Elektro-SUV-Coupé aus China | auto motor und sport
Aiways U6ion Elektro: Viel Reichweite, attraktiver Preis | firmenauto.de
Bildquelle: © AIWAYS
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. Die Chinese bauen doch alles nach. Nur konnten sie auch deswegen noch nichts brauchbares im Automobilbau auf die Reihe kriegen. Die bauen eine exakte Kopie vom A 320 Flugzeug. Heute bereut man in Touluse dass, man denen einige Stückzahlen zum Bau in China überlassen hat. Quasi als Reserve ein Roller im Kofferraum.
    Wenn einem der Strom ausgeht kann man das Auto damit zur Ladesäule schleppen.

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