48 Volt Eco Drive von Continental: Mild Hybrid mit leichten Akkus

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48-volt-eco-drive-continental-mild-hybrid-leichte-akkusZwar nicht ganz so spritsparend wie ein Vollhybrid, dafür aber deutlich günstiger: Das 48 Volt Eco Drive-System von Continental könnte eine Nische besetzen. Die in einem Demonstrationsfahrzeug vorgestellte Technologie soll von Autoherstellern ohne aufwendige Umbauten auch nachträglich in konventionelle Fahrzeugsysteme integriert werden können. Der Mild Hybrid soll schon im nächsten Jahr in Serie gehen, allerdings ist noch nicht bekannt von welchem Autohersteller.

Spriteinsparung durch Kombination verschiedener Features

Der entschlackte sogenannte Mild Hybrid mit vergleichsweise kleinem 48-Volt-Akku soll nur ein Fünftel eines Vollhybriden kosten und dabei bis zu 21 Prozent weniger Sprit verbrauchen. Das erreicht Continental durch mehrere Features: Start-Stopp-Automatik, Segeln, Rekuperation (die Rückgewinnung kinetischer Energie beim Verzögern) und dadurch, dass sich der Benzinmotor an der Ampel, aber auch während der Fahrt so oft wie möglich abschaltet. Diese Strategie wird Coasting genannt. Laut Continental reicht die Energie des Fahrzeuges während eines Überholvorganges auf der Autobahn mit 120 Stundenkilometern aus, um den Überholvorgang fortzusetzen, auch wenn man den Fuß vom Gas nimmt. Das System soll bei einer Durchschnittsfahrt zwischen 20 und 25 Prozent der Zeit im Coasting-Modus sein.

Die Kraftsstoffersparnis ist abhängig davon, wie und in welchen Fahrphasen diese Strategien eingesetzt werden. Eine Steuerelektronik entscheidet, wie die Möglichkeiten optimal miteinander kombiniert werden können. Auf dem Prüfstand soll ein Hybrid mit 48 Volt Eco Drive 13 Prozent weniger Sprit verbrauchen als ein herkömmliches Fahrzeug, im Stadtverkehr zeigte sich im Test das höchste Einsparpotential von über 20 Prozent.

Kostengünstige Lösung für Autohersteller

Ein Vollhybrid spart zwar bis zu 30 Prozent, verursacht jedoch erheblich höhere Kosten. Für Autohersteller ist der neue Hybrid deshalb besonders interessant: Sie müssen gemäß einer EU-Vorschrift den CO2-Ausstoß ihrer Flotten bis 2021 auf 95 Gramm pro Kilometer senken. Das System von Continental stellt eine kostengünstige, massentaugliche Lösung dar, die preislich zwischen der günstigen, aber vergleichsweise wirkungsarmen Start-Stopp-Automatik und dem teuren Vollhybridsystem liegt.

Der Mild Hybrid soll schon im nächsten Jahr in Serie gehen – bei welchem Hersteller, will Continental noch nicht verraten. Das Interesse an dem System sei groß, auch in Asien und den USA.

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Quelle / Weiterlesen: Eco Drive: Entschlackter Hybrid setzt auf leichte Akkus – WiWo Green
Bildquellen: © Continental AG

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. Wäre interessant, zu wissen, wieviele kWh jetzt tatsächlich im Akku stecken. Diese ganzen Vergleiche „x% weniger als…“ sagen erst einmal gar nichts aus.

    Außerdem verläuft die Akku-Entwicklung inzwischen so stürmisch (die Zoe R 240 hat schon nach 3 Jahren 15% mehr Reichweite als die Vorgängerin Q 210), dass die Hybride wirklich nur noch Nischenfahrzeuge werden.

    Aber jede Nische hat ja ihre Berechtigung…;-)

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