Volta Trucks ist ein schwedisches Start-up, dass sich bei Elektro-Lieferwagen ganz der Nachhaltigkeit verschrieben hat. Das erste Modell Volta Zero ist ein Elektro-LKW aus klimafreundlichen Materialien, der vor allem die Luft in Städten sauberer machen soll. Bis 2025 will Volta mit seinen Fahrzeugen jedes Jahr 180.000 Tonnen CO2 einsparen.

Elektro-LKW für die letzte Meile

Volta Trucks hat sich 2019 gegründet und bastelt gerade am ersten Prototyp des Volta Zero, der für den Lieferverkehr in Metropolen gedacht ist. Die ersten Eckdaten: Der Volta Zero hat eine Nutzlast von 8,6 Tonnen und kommt mit seinem 160 bis 200 kWh großen Akku auf eine Reichweite von 150 bis 200 Kilometern. Er wird zwischen 80 und 90 km/h schnell. Das Fahrzeug ist 9,46 Meter lang, 2,55 Meter breit und 3,40 Meter hoch.

Klimaneutrales Flachsmaterial

Da Nachhaltigkeit das Wichtigste für die Schweden ist, soll die Karosserie des Volta Zero aus einem neuartigen, umweltfreundlichen Flachsmaterial mit einem biologisch abbaubaren Kompositharz bestehen. Das Material wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation entwickelt und wird Volta zufolge auch im Rennsport eingesetzt.

Teile der Innenverkleidung bestehen ebenfalls aus diesem Material, das extrem leicht und stabil ist. Laut Volta entspricht es in punkto Gewicht und Steifigkeit der Karbonfaser, lässt sich allerdings mit 75 Prozent weniger Treibhausgasemissionen herstellen. „Für uns geht es bei Nachhaltigkeit um mehr als nur Auspuffemissionen, deshalb stellen wir die Umwelt bei der gesamten Materialbeschaffung an oberste Stelle“, sagt Volta-CEO Rob Fowler.

Die Bauweise minimiert tote Winkel

Dank der leisen Elektromotoren können Betreiber den Elektrolaster rund um die Uhr einsetzen. Auch in punkto Sicherheit hat der Volta Zero Vorteile: Weil es keinen Verbrennungsmotor gibt, sitzt der Fahrer mittig und viel tiefer als in einem konventionellen LKW. Das soll zusammen mit den großen Fenstern die Sicht verbessern und tote Winkel minimieren.

Den ersten Prototyp des Volta Zero baut Volta mit dem britischen Unternehmen Prodrive, er soll noch 2020 vorgestellt werden. Die ersten Pilotversuche starten dann im ersten Quartal 2021. Volta strebt mittelfristig die Produktion von 2.000 Fahrzeugen pro Jahr an.

Quellen / Weiterlesen

Volta Trucks – on a mission to become the world’s most sustainable commercial vehicle manufacturer | Volta Trucks
Volta Zero: Nachhaltiger Elektro-Lkw für die Innenstädte | electrive.net
Volta Zero, a futuristic electric truck with 200 km of autonomy | Tech Explorist
Volta Zero electric truck to feature panels made of woven flax | New Atlas
Bildquelle: © Volta Trucks
Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

1 KOMMENTAR

  1. >„Für uns geht es bei Nachhaltigkeit um mehr als nur Auspuffemissionen, deshalb stellen wir die Umwelt bei der gesamten Materialbeschaffung an oberste Stelle“, sagt Volta-CEO Rob Fowler.<

    Das ist sehr ehrenhaft, zum jetzigen Zeitpunkt schlägt aber Pareto zu. Es ist aktuell wichtiger, an den Emissionen zu schrauben als an der Fertigung. Das ist genauso wie beim Fahrrad aus Holz.

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