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Der StreetScooter wird bald auch in China gebaut. Die Post will dort zusammen mit dem Autohersteller Chery einen Elektro-Lieferwagen herstellen, angepasst für den chinesischen Markt. Laut Absichtserklärung sollen es ab 2021 bis zu 100.000 Fahrzeuge pro Jahr werden.

StreetScooter liefert das nötige Know-how

StreetScooter und Chery unterzeichneten eine erste Absichtserklärung im Rahmen der China-Reise von Angela Merkel. Die Partner wollen den StreetScooter demnach in China speziell für den dortigen Markt und für andere Märkte bauen. Zur Zusammenarbeit gehört die Beschaffung und Fertigung sowie der landesweite Vertrieb und Service. StreetScooter steuert in dem Joint Venture das Know-how bei, Chery das Kapital und die Produktionskapazitäten.

Der Markt für leichte elektrische Nutzfahrzeuge in China wächst

Die Partner wollen damit schrittweise in den chinesischen Markt für Elektrolaster einsteigen, teilte die Deutsche Post mit, zu der StreetScooter gehört. Bis 2025 könnte der Markt für leichte Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb in China auf 900.000 Stück pro Jahr anwachsen, schätzt das Unternehmen und erwartet: „Durch dieses signifikante Wachstum wird China, gefolgt von Europa und den USA, zum weltweit größten Markt für elektrische Nutzfahrzeuge.“

Um das große Absatzpotenzial zu nutzen, plant das Joint Venture regional angepasste Versionen seiner Elektro-Laster und Services. Außerdem soll ein gemeinsames Forschungszentrum entstehen, in dem die Partner Komponenten für leichte E-Nutzfahrzeuge, Technologie, Fahrzeugarchitektur und -design sowie autonome Logistik- und Energielösungen entwickeln.

Chery ist in China einer der größten Hersteller für elektrische Nutzfahrzeuge. Laut Angaben der Post hat Chery einen Marktanteil von 20 Prozent. Den StreetScooter wollen die beiden Unternehmen vor allem an Flottenbetreiber verkaufen – für den Zustellverkehr der letzten Meile und im Bereich E-Commerce. „Der Einstieg in den chinesischen Markt ist ein bedeutender Meilenstein in der noch jungen Geschichte von Streetscooter“, sagte der neue Chef des Unternehmens, Jörg Sommer.

Verglichen mit den bisherigen Verkaufszahlen des StreetScooter sind die geplanten 100.000 Fahrzeuge pro Jahr viel. Seit 2014 stellt die Post den Laster für den eigenen Zustellbetrieb her und feierte kürzlich den 10.000. gekauften StreetScooter für ihre Flotte. Außerdem verkauft sie den E-Laster inzwischen auch an andere Kunden.

Als nächstes will StreetScooter in die USA

StreetScooter ist in Asien übrigens nicht nur in China, sondern auch in Japan aktiv und kooperiert dort mit dem Paketzusteller Yamato. Dieser hat 500 Elektro-Lieferwagen für seine Flotte bestellt. Außerdem plant die Deutsche Post offenbar auch Pilotprojekte in den USA. Das Ziel ist, an der West- und Ostküste lokale Produktionsstätten speziell für den amerikanischen Markt zu errichten.

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Quellen / Weiterlesen

Markteintritt von StreetScooter in China | Deutsche Post DHL
StreetScooter to form JV with Chery for electric light utility vehicles | Green Car Congress
Elektro-Transporter aus NRW bald in China | WDR
Große Auslandspläne: Streetscooter steuert China und USA an | Merkur.de
Bildquelle: © Deutsche Post DHL Group
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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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