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Die Deutsche Post AG hat umfangreiche Pläne für den Streetscooter und prüft gerade strategische Optionen für das Projekt. Um das Geschäft mit dem elektrischen Kleintransporter zu erweitern, denkt die Post einem Bericht von Bloomberg zufolge dabei über einen externen Investor und den späteren Verkauf eines Anteils an der Börse nach. Bloomberg beruft sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Deutsche Post will Produktionszahlen verdoppeln

Das Streetscooter-Projekt wird mit über einer Milliarde Euro bewertet, nachdem es im Jahr 2016 einen Umsatz von 200 Millionen Euro Umsatz eingebracht hat, sagten die Insider, die nicht näher benannt werden wollten. Anita Gupta, eine Sprecherin der Deutschen Post, wollte sich nicht zu „Spekulationen“ äußern.

Die Deutsche Post hat den Elektrolieferwagen zusammen mit der RWTH Aachen selbst entwickelt, nachdem etablierte Autohersteller kein Interesse an dem Projekt gezeigt hatten. Inzwischen stellt die Post 10.000 Stück pro Jahr her und möchte die Produktionszahlen bis Ende des Jahres verdoppeln. Der Streetscooter ist hauptsächlich für die eigene Zustellflotte gedacht, wird aber auch für rund 40.000 Euro an externe Kunden verkauft. Der Elektroantrieb für den Lieferwagen stammt von Bosch, mit einer Batterieladung kommt der Streetscooter gute 120 Kilometer weit. Eine neue Ausführung soll 200 Kilometer schaffen.

Eingliederung in neue Mobilitätssparte soll die Entwicklung beschleunigen

Bis 2025 will die Deutsche Post 70 Prozent ihres Lieferverkehrs auf der Kurzstrecke emissionsfrei abwickeln. Dass das Unternehmen größere Pläne mit dem Streetscooter hat, sieht man auch daran, dass die Sparte kürzlich in den neuen Unternehmensbereich Corporate Incubations eingegliedert wurde. Diese wird Jürgen Gerdes leiten, der Vorstand für Post, E-Commerce und Pakete. Die neue Sparte soll eine Art Brutkasten für neue Geschäftsmodelle und Innovationen werden und sich mit Mobilitätslösungen, digitalen Plattformen und Automatisierung beschäftigen. Sie soll außerdem die Voraussetzungen für die Beschleunigung der Erfolgsgeschichte des elektrischen Zustellfahrzeugs schaffen, teilte die Post mit.

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Quellen / Weiterlesen:
Deutsche Post Weighs Options for Electric-Van Business | Bloomberg
Deutsche Post prüft Börsengang der Streetscooter-Sparte | Handelsblatt
Post schafft Vorstandressort für E-Mobilität | Handelsblatt
Bildquelle: © StreetScooter GmbH

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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