linkedin

Elektro-Transporter sind vor allem für den städtischen Lieferverkehr interessant. Nun will auch VW mit dem e-Crafter in diesen Markt einsteigen, in dem die Konkurrenz schon seit Jahren unterwegs ist. Der elektrische VW e-Crafter soll dafür besonders gut auf die Zielgruppe zugeschnitten sein.

Elektro-Transporter als ideale Lösung für die letzte Meile

Weil immer mehr im Internet bestellt wird, nimmt auch der Auslieferverkehr zu. Bis 2021 soll die Zahl der ausgelieferten Pakete hierzulande von jetzt drei auf vier Milliarden steigen. Das bedeutet, dass immer mehr Lieferfahrzeuge auf der sogenannten letzten Meile zum Endkunden unterwegs sind. Gleichzeitig soll die Luft in den Städten sauberer werden. Ideale Voraussetzungen also für elektrische Lieferwagen, von denen es inzwischen zahlreiche Modelle gibt. Die Post ist schon länger mit ihrem Streetscooter unterwegs, und auch Mercedes, Peugeot oder Nissan haben elektrische Transporter auf der Straße.

Der VW e-Crafter entspricht den typischen Anforderungen von Logistikern

VW hat sich mit seinem ersten elektrischen Nutzfahrzeug länger Zeit gelassen und dafür vorher zusammen mit Fuhrparkbetreibern eine gründliche Bedarfsanalyse durchgeführt. Das Ergebnis: Die meisten Lieferwagen legen pro Tag zwischen 70 und 100 Kilometer zurück, die meisten davon in der Stadt, dazwischen liegen viele Starts und Stopps. Deshalb legte VW beim e-Crafter das Augenmerk auf eine praxistaugliche Reichweite, nicht auf größtmögliche Autonomie. Der e-Crafter kommt mit seiner 35,8 kWh-Batterie mit einer Ladung bis zu 173 Kilometer weit (nach NEFZ). Der Elektroantrieb stammt vom e-Golf und leistet 100 kW (136 PS), die Höchstgeschwindigkeit ist bei 90 km/h abgeriegelt. Das Aufladen dauert an der klassischen Schukosteckdose 17 Stunden, an der Wallbox gute 5 Stunden und am Schnelllader (CCS) mit 40 KW etwa 45 Minuten.

Die Nutzlast des Hochdach-Kastenwagens liegt bei 970 Kilogramm und damit über den 870 Kilogramm, die in der Analyse als Durchschnittsladung ermittelt wurden. Mit seinen 2,59 Metern Höhe und 1,86 Metern Laderaumhöhe bietet der e-Crafter 10,7 Kubikmeter Platz, auf die Ladefläche passen vier Europaletten. Die maximale Ladelänge liegt bei 3,45 Metern. Die Akkus befinden sich platzsparend im Unterboden.

Herstellung im polnischen VW-Werk

Weil der e-Crafter der erste elektrische Kastenwagen von VW ist, wurde er vor der Serienproduktion bei verschiedenen Großkunden in Europa auf Herz und Nieren getestet. Nun soll er im Wrzesnia (Polen) gebaut und anschließend in Hannover mit der E-Antriebstechnik versehen werden.

Ab sofort bestellbar

Und der Preis? Netto kostet der VW e-Crafter 69.500 Euro und damit etwa 20.000 Euro mehr als ein vergleichbarer Verbrenner. Dafür ist er wie alle Elektrofahrzeuge wartungsarm und verbraucht im Durchschnitt 21,5 kWh Strom pro Kilometer. Damit erzeugt er nicht einmal halb so viele Energiekosten wie der Crafter mit Dieselantrieb, rechnet VW vor. Der VW e-Crafter kann ab sofort bestellt werden.

>>>> Energyload-Newsletter abonnieren <<<<

Quellen / Weiterlesen:
Geliefert wie bestellt | Spiegel Online
Proberunde im VW e-Crafter | heise Autos
So fährt der elektrisierte Crafter | Motortalk
Bildquelle: © Volkswagen AG

TEILEN
linkedin

Ihre Meinung zum Thema? Diskutieren Sie mit uns und anderen Lesern in den Kommentaren.

Wir bleiben an dem Thema dran und werden Sie aktuell informieren. Tragen Sie sich hierzu in unseren Newsletter ein

>>>> Energyload-Newsletter abonnieren <<<<

  • SCHLAGWORTE
  • vw
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. Hallo,

    in dem Beitrag sind zwei Zahlenfehler:
    1. 21,5 kWh pro km
    Das muss wohl hoffentlich pro 100 km heissen.
    2. 20.000€ Mehrkosten
    Auch das kann nicht sein .) . Wenn man bedenkt dass auch für VW ein Verbrennungsmotor in der Herstellung ein wenig teurer ist als ein Elektromotor bedeutet der Mehrpreis für den Akku ca 600€/kWh. Dann müssten die Zellen nach heutigen Einkaufspreisen noch vergoldet sein. Oder steckt dort eine andere Absicht dahinter.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here