Der Bereich E-Mobilität wird in Zeiten der Klimakrise immer wichtiger. Der Markt für neue Mobilitätsangebote wie E-Roller und E-Scooter wächst, doch für Nutzer ist es oft mühsam: Sie müssen sich bei jedem Anbieter einzeln registrieren und legitimieren. Die Telekom startet deshalb das Projekt Xride, ein Ökosystem, das auf der Blockchain basiert und die Systeme verschiedener Anbieter verknüpft.

Xride soll die Möglichkeiten der Blockchain zeigen

Das Projekt wird von den T-Labs der Telekom umgesetzt und in einem vierwöchigen Pilotprojekt von Mitarbeitern der Telekom-Zentrale in Bonn getestet. Xride soll die Möglichkeiten der Blockchain demonstrieren: Nämlich die Verwaltungsprozesse effizienter zu machen, die mit dem flexiblen Verleih von Fahrzeugen zusammenhängen. Also Datenverifizierung, Speicherung, Identitätsmanagement und das Bezahlen.

Das wird aktuell von jedem Anbieter von Mobilitätslösungen einzeln und zentralisiert umgesetzt, was nicht nur für Kunden umständlich ist. Auch der Anbieter selbst muss aufwendige und teure Datenschutzmaßnahmen ergreifen, um die sensiblen Kundendaten zu schützen. Schließlich müssen diese auf einem zentralen Server gespeichert werden.

Dezentrales Ökosystem für effizienteren Fahrzeugverleih

Mit Xride sollen diese Prozesse nun dezentralisiert ablaufen und damit für Anbieter und Nutzer einfacher und sicherer werden. Xride basiert auf dem Blockchain-Betriebssystem ståx, das von T-Labs entwickelt wurde. Dieses System ermöglicht dezentrale, vertrauenswürdige und sichere Internet-der-Dinge-Ökostrukturen, wie die Telekom mitteilte. Diese Strukturen sind entscheidend für die sogenannte M2M-Wirtschaft (Machine-to-Machine), wo sich Nutzer und Anbieter direkt miteinander verbinden.

Das Betriebssystem ståx verbindet Blockchain-Technologien zu einem einzigen Ökosystem-Stack und macht sie zwischen den beteiligten Unternehmen leicht handhabbar, erklärt die Telekom weiter. Im laufenden Pilotprojekt ermöglicht ståx die gemeinsame Verwendung, indem Blockchain-Knoten auf Maschinen, Smartphones und Clouds laufen. Mit Xride schicken Nutzer somit ihre Daten vom Smartphone direkt an das Fahrzeug, etwa einen E-Scooter.

Die Technologie ist in vielen Bereichen einsetzbar

T-Labs erprobt die Lösung zunächst mit Mobilitätsanwendungen. Die Tester in Bonn nutzen eine Flotte von E-Rollern und eine mobile App, und teilen ihre Erfahrungen mit der Blockchain-Gruppe der T-Labs. Die Technologie bietet auch Chancen für viele andere Bereiche, etwa Gesundheit, Logistik oder Netzwerke. Der Bereich E-Mobility eigne sich aber besonders gut, um die Möglichkeiten zu erforschen, so die Telekom.

Am Xride-Pilotprojekt sind neben den T-Labs auch RIDDLE&CODE, die Bundesdruckerei, Jolocom, Giesecke+Devrient Mobile Security, Ubirch sowie Simple Mobility und Telekom Mobility Solutions beteiligt.

Quellen / Weiterlesen

Xride: Erstes Blockchain-basiertes Elektromobilitätsprojekt seiner Art | Deutsche Telekom
Deutsche Telekom nutzt Blockchain im Bereich E-Mobilität | Cryptoticker
Deutsche Telekom starts blockchain-based e-mobility pilot | treffic
Bildquelle: © Deutsche Telekkom AG
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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