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Berlin soll leiser und sauberer werden, und dafür will der rot-rot-grüne Senat etwas tun. Seit Anfang Juli können Gewerbetreibende und Privatpersonen Zuschüsse für Lastenräder beantragen, die Autos und Lieferfahrzeuge ersetzen sollen. Das kommt bei den Berlinern gut an: Schon am ersten Tag gingen mehr Anträge ein, als der Senat bewilligen kann. Eventuell werden die Mittel nun aufgestockt.

Über tausend Anträge am ersten Tag

Lastenräder sind nicht nur umweltfreundlich, sondern brauchen auch keinen Parkplatz und sind damit eine echte Alternative zum Auto. Nicht umsonst werden sie immer beliebter, und gerade elektrische Cargo-Bikes können Lasten ohne große Anstrengung auch über weitere Strecken transportieren. Das unterstützt die Senatsverkehrsverwaltung und erstattet Käufern ein Drittel der Kaufsumme. Für ein elektrisches Lastenrad gibt es bis zu 1.000 Euro Förderung, für Modelle ohne elektrische Unterstützung 500 Euro. Lastenanhänger bezuschusst der Senat mit maximal 500 Euro.

Insgesamt stehen für dieses Jahr 200.000 Euro bereit, von denen 90.000 Euro für Privatpersonen eingeplant sind. Diese Summe ist allerdings schon jetzt aufgebraucht, da direkt am ersten Tag über 1.000 Förderanträge gestellt wurden. Die Senatsverkehrsverwaltung bittet aktuell darum, von weiteren Anträgen abzusehen. Geprüft wird noch, wie viele Anträge von Gewerbetreibenden und Nutzergemeinschaften (also Hausgemeinschaften, Nachbarschaften oder Baugruppen) stammen. Das Budget für diese Antragsteller liegt bei 70.000 bzw. 40.000 Euro. Weil das Eingangsdatum gilt, es aber keine minutengenaue Dokumentation der Eingänge gab, soll nun das Los entscheiden.

Senat prüft Aufstockung noch für das laufende Jahr

Da das Programm ein voller Erfolg ist, will die Senatsverwaltung prüfen, ob man noch in diesem Jahr weitere Gelder für Lastenräder und Lastenanhänger bereitstellen kann. 2019 wird das Förderprogramm aber auf jeden Fall fortgesetzt, und dann sind sogar 500.000 Euro an Fördergeldern eingeplant. Weil das Angebot speziell diejenigen Berliner zum Umstieg motivieren soll, die noch kein Lastenrad besitzen, gibt es keine nachträgliche Förderung. Außerdem werden nur neue Lastenräder und Lastenanhänger gefördert, gebrauchte Modelle sind ebenfalls ausgeschlossen. Zur Beantragung genügt es, zwei Angebote einzuholen.

Für alle, die in dieser Runde leer ausgegangen sind weist der Senat darauf hin, dass sich bei vielen Initiativen und Organisationen sowie in manchen Einkaufszentren und Baumärkten Lastenräder ausleihen lassen.

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Quellen / Weiterlesen:
Förderung von Lastenrädern durch das Land Berlin | Berlin Online
Lastenräder-Förderprogramm ist ein voller Erfolg | Berlin Online
Die Fördergelder für Lastenräder sind nach einem Tag weg | Berliner Morgenpost
Lastenrad-Nachfrage überrollt Berliner Senat | Spiegel Online
Bildquelle: Wikipedia – Von Flor!anEigenes Werk, CC BY-SA 4.0

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Julian Respondek
Julian Respondek stammt aus Berlin, ist Diplom Sportwissenschaftler und betreibt mit verduro.de einen Internet Store für pflanzliche BIO Sportnahrung und nachhaltiges Sport- und Outdoor Equipment. Bis 2015 war er als Personal Trainer tätig und leitete international Trainerausbildungen im Bereich Hypoxietraining. Als ehemaliger Canadierfahrer und aktiver Radsportler liegt Julian der Naturschutz am Herzen und somit ist der Schritt zu den Themen Elektromobilität und autarke Energieversorgung nicht weit. Bei Energyload schreibt Julian über E-Mobilität, insbesondere E-Bikes und Gadgets.

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