Die sonnen GmbH will es mit Tesla aufnehmen

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sonnen-sonnenbatterie-stromspeicher-teslaDer Markt für Heimspeicher wächst stark, jede zweite Photovoltaikanlage wird inzwischen mit Stromspeicher verkauft. Der bayerische Speicherhersteller sonnen (vormals Sonnenbatterie GmbH) ist ganz vorne mit dabei, doch in den USA liegt Tesla mit der Tesla Powerwall vorn. Das soll sich ändern. Hierzu expandiert sonnen in die USA mit eigner Fertigung, Vertrieb und der Einführung der sonnenCommunity in den USA.

sonnen gehört zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in Europa

Die sonnen GmbH hat in den letzten Jahren einen rasanten Aufstieg hingelegt. Die Financial Times zählt das Unternehmen zu den wachstumsstärksten Firmen Europas. Die Liste umfasst die 1.000 am schnellsten gewachsenen Unternehmen zwischen 2012 und 2015 und basiert auf einer Erhebung des Statistik-Portals Statista. sonnen belegt hier den Platz 218 mit einem kumulierten Wachstum von 567 Prozent. Und in Deutschland schafft es sonnen sogar in die Top 50, so Philipp Schröder, einer der Geschäftsführer. Im Jahr 2017 werde sich dieser Trend weiter fortsetzen. Man zielt auf internationale Märkte, darunter die USA und Australien und setzt dabei neben dem Solarstromspeicher an sich auf neue Energiedienstleistungen.

Der Umsatz von sonnen hat sich seit 2013 von 4,5 Millionen Euro auf rund 50 Millionen Euro im Jahr 2016 erhöht. Davon wurden 40 Prozent im Ausland erzielt. Ein Börsengang ist geplant, der Wert des Unternehmens wird mittlerweile auf 100 bis 200 Millionen Euro geschätzt. Seit letztem Jahr sind der US-Technologiekonzern General Electric und der chinesische Windturbinenhersteller Envision Energy an sonnen beteiligt.

Stromspeicher sind ein wichtiger Teil der Energiewende

Der Grund für den Erfolg sind die Veränderungen auf dem Energiemarkt. Die Einspeisung von selbst erzeugtem Strom, etwa über eine Solaranlage auf dem Dach des Eigenheims, lohnt sich wegen der sinkenden Vergütungen immer weniger. Die fallenden Speicherpreise ermöglichen es jedoch, möglichst viel Strom selbst zu verbrauchen. So können Hausbesitzer bis zu 80 Prozent ihres Strombedarfs decken. Gleichzeitig haben Heimspeicher das Potential, die Stromnetze zu entlasten, wenn mehr grüner Strom erzeugt wird, als das Netz aufnehmen kann.

Und sonnen will noch einen Schritt weiter gehen. In der sonnenCommunity werden Kunden miteinander vernetzt und tauschen überschüssigen Strom virtuell miteinander aus. Wenn der Strom aus der sonnenCommunity nicht mehr reicht, sollen die Kunden Ökostrom von sonnen aus dem Netz beziehen und zahlen dafür eine monatliche Flatrate. sonnen will dafür einen kleinen Teil der Speicherkapazität anzapfen, um Regelenergie bereitzustellen, d.h. Schwankungen im Stromnetz ausgleichen zu helfen. Über die damit erzielten Einnahmen will sonnen das Modell finanzieren.

In den USA liegt Tesla vor sonnen

Weltweit hat sonnen bereits 20.000 Batteriespeicher verkauft, seit Februar 2016 ist Sonnen auch in den USA aktiv. Dort liegt allerdings Konkurrent Tesla vor sonnen: Elon Musk versetzte 2015 den Speichermarkt in Aufruhr, als er den ersten Tesla-Heimspeicher, die Tesla Powerwall, ankündigte. Die Powerwall sollte nicht nur schicker als die Produkte der Konkurrenz sein, sondern auch viel günstiger. Damit ist Tesla zwar Marktführer in den USA, doch in Deutschland sei seit dem Verkaufsstart nur eine dreistellige Zahl an Tesla Powerwalls installiert worden, heißt es. Die neue Tesla Powerwall 2 soll ab Mai mit 14 Kilowattstunden zu einem Preis von 6.750 Euro zuzüglich Installation in Deutschland verkauft werden. Damit liegt Tesla preislich deutlich vor sonnen. Dort hat man allerdings Zweifel, ob dieser Preis für Tesla betriebswirtschaftlich Sinn macht.

Auch Mieter ohne Solaranlage können bald vom Stromversorger unabhängig werden

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In den USA will sonnen jedenfalls Tesla weitere Marktanteile abnehmen. Der Vertrieb hat jetzt dort einen eigenen Standort, genauso wie die Fertigung. Den Speicherabsatz will sonnen demnächst mithilfe der sonnenCommunity ankurbeln. Ab Herbst soll das Modell auch in den USA eingeführt werden. Und in Deutschland plant sonnen, die sonnenCommunity auch für Mieter zu öffnen, also für Menschen, die keine eigene Solaranlage besitzen, sondern nur den Solarstromspeicher kaufen und so vom konventionellen Stromversorger unabhängig werden können.

Quellen / Weiterlesen
Sonnen fordert Tesla heraus | Capital
Der Deutsche, der Tesla herausfordern will | Hamburger Abendblatt
Batterie-Spezialist Sonnen ist Wachstums-Star | iwr
Sonnen will Mieter an Community teilhaben lassen | pv magazine Deutschland

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  1. Wolfgang Deininger 9. Mai 2017 at 10:47

    Hört sich gut an ist aber alles Andere als gut. Es werden Handy Batterien verbaut und es gibt nichts für Dreh Strom. In 2 Jahren sind die nicht mehr auf dem Markt.

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