Entstehen Pumpspeicherkraftwerke nun unterirdisch?

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unterirdische-pumpspeicherkraftwerkePumpspeicherkraftwerke eignen sich gut für die Speicherung erneuerbarer Energien, die nötigen Eingriffe in die Natur sind jedoch enorm. Forscher aus Nordrhein-Westfalen wollen deshalb ein unterirdisches Pumpspeicherkraftwerk errichten. Als Standort kommt die Kohlenzeche Prosper-Haniel in Bottrop in Frage.

Ein unterirdisches Kraftwerk würde besser akzeptiert

Für den unterirdischen Standort spricht, dass man die aus der Zeit der Kohleförderung vorhandene Infrastruktur nutzen könnte. Außerdem hätte ein solches Kraftwerk eine viel höhere Akzeptanz: Normalerweise befinden sich Pumpspeicher-Kraftwerke oberirdisch dort, wo zwei Seen auf unterschiedlichen Höhen vorhanden sind bzw. errichtet werden können. Überschüssiger Strom treibt Pumpen an, die das Wasser aus dem unteren Becken in das obere befördern. Zur Stromerzeugung wird das Wasser wieder nach unten abgelassen und treibt dabei stromerzeugende Turbinen an. Mehrere oberirdische Projekte wurden in den vergangenen Jahren nach Protesten von Umweltschützern jedoch wieder aufgegeben.

Das Unterbecken liegt 600 Meter unter der Erde

Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) wollen nun gemeinsam mit Partnern von der Universität Duisburg-Essen (UDE) ein solches Kraftwerk ohne große Eingriffe in die Natur errichten. Ihre Idee: Oberirdisch befindet sich ein künstlicher See, das untere Becken liegt hingegen 600 Meter unter der Erde. „Man könnte zum Beispiel einen vorhandenen Stollen als Wasserspeicher umfunktionieren“, erklärt Prof. Dr. Hermann-Josef Wagner vom Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiewirtschaft der RUB. Doch es stellte sich bereits heraus, dass es wirtschaftlich teilweise sinnvoller ist, neue Strukturen zu errichten, statt beispielsweise alte Stollen wasserdicht zu isolieren. Es wäre weniger aufwendig, einen neuen Stollen anzulegen, meinte Wagner.

Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit steht nun im Zentrum der Untersuchungen. Damit das Pumpspeicherkraftwerk wirtschaftlich betrieben werden kann, müssen pro Sekunde 40 Kubikmeter Wasser durch die Turbinen fließen. Dann könnte der Strom zu einem konkurrenzfähigen Marktpreis erzeugt werden. Auch die Suche nach einem möglichen Betreiber beschäftigt die Forscher.

Noch rechnet sich das unterirdische Kraftwerk nicht

Wenn das Bergwerk Prosper-Haniel zu einem Pumpspeicherkraftwerk umgebaut würde, könnte man dort Strom für 450.000 Haushalte erzeugen. Die zu erwartenden Kosten von 250 bis 300 Millionen Euro sind dabei nicht höher als bei oberirdischen Speicherkraftwerken. Ein solches Projekt wäre weltweit einmalig und würde „enorme Strahlkraft“ entfalten, so André Niemann, Professor für Wasserbau in Duisburg. Derzeit rechne sich das Projekt jedoch noch nicht, der Börsenstrompreis ist aktuell zu niedrig.

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Quellen / Weiterlesen:
Forscher prüfen Bau von Pumpspeicher-Kraftwerken unter der Erde | IWR
Bottroper Zeche hat das Zeug zur Riesenbatterie | Spiegel Online
Prosper-Haniel könnte Stromspeicher werden | n-tv
Bildquelle: flickrAlpiq AG


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13 KOMMENTARE

  1. Du meine Güte, Alex1! Die 26 Cent EEG-Umlage gehen in die Taschen des Staates? Auch vom EEG haben Sie also nicht die blasseste Ahnung? Es ist wirklich erstaunlich, dass Sie jedes mal völligen Blödsinn von sich geben, wenn Sie doch einmal auch nur ansatzweise konkret werden. Mussten Sie das eigentlich erst irgendwo lernen, oder sind Sie darin ein Naturtalent?

  2. OMG, es geht doch noch doofer 🙄

    Hentitroll, sieh doch die 26 Cent pro Kopf und Tag positiv: Geht alles in die Taschen des Staates. Der damit seine Angestellten bezahlt. Und seine Aufträge. Die wieder ihre Angestellten. Bleibt also alles in der Familie, gelle?

    Das zu dem hanebüchenen Blödsinn, der Bürger müsse doch alles zahlen 🙄

    Der Rest des Posts ist auch nicht besser. Aber immerhin ist Henti dann eine Zeitlang von der Straße weg… 😀

  3. Und wieder meine Frage: Wenn meine Aussage, dass wir Bürger direkt oder indirekt (per durchgereichte Kosten und/oder reduzierte Löhne) die gesamten Belastungen durch die Energiewende tragen, angeblich falsch ist, wie funktioniert es denn dann nach Ihrem Glaubensbekenntnis stattdessen?

    Der Einzige, der die Kosten nicht an jemand anderen weitergeben kann, ist nunmal der Endverbraucher – und genau deshalb bleibt an dem die ganze Schmiere hängen. Deswegen ist die ganze „Energiewende“ ja in Wahrheit nur ein Umverteilungssystem – und zwar von unten nach oben. Die vielen kleinen blechen und wenige Große (Typen wie Wobben und Asbeck) bekommen es in den Hintern geblasen.

    Pumpspeicherkraftwerke sind für die benötigten gigantischen Speicherkapazitäten eben nicht die beste Lösung – denn irgendwo zwischen den hundertausenden Windrädern, den tausenden Quadratkilometer Solarfläche, den zigtausenden Quadratkilometern Monokultur für die Lebensmittelvernichtungsanlagen müssen ja noch die Leute leben können, für die diese ganze „Energiewende“ angeblich gemacht wird.

    Seltsamerweise funktionieren die Kohlekraftwerke entgegen Ihrer einfältigen Behauptung schon seit etlichen Jahrzehnten tadellos. Man könnte SOFORT alle Windräder, PV-Anlagen und Biogasanlagen vom Netz nehmen und keiner würde es merken. Aber was würde wohl geschehen, wenn wir ebenfalls sofort alle Kohlekraftwerke abschalten würden – wie es Spaßvögel wie Sie ja ständig fordern?

    Der größte Witz ist doch, dass all die ach so herrlichen Energiewendeanlagen seit Jahrzehnten überhaupt keinen Einfluss auf die erzeugte Strommenge aus Kohle- und Gaskraftwerken haben. Und das, obwohl es für den Strom aus diesen Kraftwerken keine Abnahmegarantie gibt.

    Warum schauen Sie sich nicht einfach mal die Statistiken der vergangenen Jahrzehnte an, statt ständig Ihren geistigen Unrat auf die Menschheit auskippen? Stromüberschüsse (die ins Ausland verschenkt oder gar gebührenpflichtig entsorgt werden), gibt es erst, seit nennenswert Zufallsstromerzeuger mit Abnahmegarantie das Netz verseuchen. All die Jahrzehnte davor gab es das nicht. Und trotzdem wollen Sie mir (und den anderen Lesern) einreden, dass das an den konventionellen Kraftwerke liegt?

    Und wenn die Kohle- und Atomkraftwerke doch so böse sind, warum nutzen Sie denn dann noch immer fröhlich den Strom aus diesen Kraftwerken? Nur weil Sie sich nicht von Wind und Sonne vorschreiben lassen wollen, wann Sie wie viel Strom verbrauchen dürfen?

    Was mich an Typen wie Sie aber immer wieder fasziniert ist der Umstand, dass Sie gar nicht merken, wem Sie da letztlich auf den Leim gegangen sind. Der ganze Quatsch mit dem bedrohlichen Klimawandel ist nachweislich eine Erfindung der Atomlobby. Und Typen wie Schellnhuber (was hat der eigentlich geleistet, damit er Direktor des PIK wurde?) lassen ja auch keine Gelegenheit aus, uns allen Einzureden, dass die angeblich drohende globale Temperaturerhöhung um irgendwelche gewürfelten Werte das Ende allen Lebens bedeutet – und somit viel schlimmer sei, als jeder nur denkbare Atom-GAU. Und selbst wenn aktuell ausgerechnet Emmanuel Macron mit seinen französischen Schrottreaktoren eine drastische Erhöhung des Preises für CO2-Zertifikate fordert – und damit direkt die deutsche Wirtschaft angreift – geht Ihnen auch noch immer kein Licht auf?

    Naja, Sie und ich werden das Ende dieses Blödsinns ja noch miterleben. Und dann werde auch Sie sehen, welche Stromerzeugungstechnologie dann als Retter der Menschheit gefeiert wird. Und nein, unterirdische Pumpspeicherkraftwerke werden das definitiv nicht sein.

  4. Autsch, wenn man denkt, es geht nicht blöder, kommt Hentinger daher.

    Super „Argumentation“: Alles, was irgendwie anfällt, zahlen irgendwie alle! Wau, das nenne ich ganz großes Damentennis!

    Und dass Pumpspeicher – wie jede andere Speichertechnologie – der beste Weg sind, Bedarf und Erzeugung gegeneinander abzugleichen, kapiert der Klimatroll wieder nicht. Was solls…

    Die von Hentinger so geliebten Kohledreckschleudern sind ja gerade nicht die Lösung: Da sie so entsetzlich träge sind, können sie gar nicht wirklich regeln. Die ebenso von Hentinger so geliebten Atomkraftwerke natürlich auch nicht. Sie alle pressen ungeregelt ihren dreckigen Strom in das Netz und verstopfen es damit. Folge: Dieser überschüssige Dreckstrom muss verschenkt werden.

    Danke, Kohlelobby!
    Danke, Atomlobby!
    Freu Dich, Klackör Hentinger!

  5. Soso Alex1, unterirdische Pumpspeicherkraftwerke und Ringwallspeicher sind also eine gute Idee. Gibt’s dafür auch eine rationale Begründung? Haben Sie womöglich das Geheimnis entdeckt, wie man die Dinger unter den Bedingungen eines mit Zufallsstrom gefluteten Stromnetzes wirtschaftlich betreiben kann?

    Wenn Landschaften durch den Braunkohletagebau ruiniert werden ist das böse, wenn diese Landschaften aber stattdessen (oder anschließend) in gigantischen Stauseen umgewandelt werden, ist das eine „gute Idee“? Wobei – dass Sie für die Natur nicht das Geringste übrig haben, hatten wir ja schonmal anhand der Windindustrieparks geklärt.

    Sie wissen tatsächlich noch nicht einmal, dass Pumpspeicherkraftwerke keine EEG-Umlage für den gespeicherten Strom zahlen müssen? Weia, weia…

    Die Tatsache, dass diese Anlagen früher regelmäßig im Einsatz waren, um die Lastspitzen am Tag auszugleichen und die geringe Last in der Nacht zum „aufladen“ nutzen konnten, während heute kein Mensch mehr vorhersagen kann, wann die idealerweise in welcher Betriebsart zum Einsatz kommen sollten, hat damit selbstverständlich gar nichts zu tun. Hab ich eigentlich schonmal erwähnt, dass ich Sie um Ihre Naivität beneide?

    https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/Themen/Energie_und_Rohstoffe/Dokumente_und_Cover/2014-Pumpspeicher-Rentabilitaetsanalyse.pdf

  6. Klar hab ich da noch eine Frage: Wer zahlt Ihrer Meinung nach die EEG-Umlage, die zunächst von den Firmen abgepresst wird? Der Firmenchef aus seinem Privatvermögen?

  7. Ist ja gut, Henti. Zum Thema hast Du wieder nichts beigetragen.

    Pumpspeicher unterirdisch sind durchaus eine gute Idee. Und die Forschung dahingehend erst recht. Ringwallspeicher wären es auch. Da fehlt nur die Akzeptanz. Ein bisschen unverständlich, könnte man sie doch prima in den durch Braunkohletagebau zerstörten Landschaften einbauen.

    Und klar rechnen sich Pumpspeicher momentan nicht, da sie ja sowohl zum Ein- als auch zum Ausspeichern Abgaben zahlen müssen. Hier hat sich die Kohlelobby wieder durchgedrückt, beklatscht von Hentinger.

  8. @Clemens: Alex1 ist ein Forentroll. Belege für seine oft völlig absurden Aussagen hat er grundsätzlich nicht. Gleichzeitig bezeichnet er alle Aussagen, die nicht in sein selbstgezimmertes Weltbild passen, als Lüge – natürlich ohne die genannten Daten in irgend einer Weise widerlegen zu können.

    Bestes Beispiel: Seine hier (natürlich wie üblich ohne jeden Zusammenhang mit dem Thema) wiederholte Aussage zu den Kosten des EEG. Bekanntlich belaufen die sich inzwischen auf knapp 30 Mrd. Euro pro Jahr, in Deutschland leben aktuell rund 80 Mio. Menschen und ein Jahr hat normalerweise 365 Tage. Also eigentlich Mathematik auf Grundschulniveau. Für Alex1 ist das Ergebnis aber selbstverständlich dennoch eine Lüge – während das berühmte Zitat seines Idols im Armani-Anzug selbstverständlich die reine Wahrheit ist.

    Dass der ganze Blödsinn nachweislich nicht den geringsten positiven Effekt hat – weder auf den CO2-Ausstoß, noch auf die Versorgungssicherheit, noch auf den Strompreis (doch, auch das hat man uns schon vor Jahrzehnten versprochen!) und schon gar nicht auf die weltweit stattfindenden Kriege – muss nach der Logik von Alex1 selbstverständlich ebenfalls eine Lüge sein.

    Und auch beim Artikel, um den es hier geht, spielt er wieder seine Rolle als Forentroll: Zum eigentlichen Thema kann er aufgrund seiner bereits ausgiebig unter Beweis gestellten Ahnungslosigkeit bei technischen Fragen rein gar nichts beitragen, also beschränkt er sich wie so oft auf sein argumentum ad hominem.

    Ach ja: Von der Freiheit der Wissenschaft und Forschung halte ich sehr viel. Aber die wurde in Deutschland bekanntlich durch die Ökonomisierung der Hochschulen längst systematisch abgeschafft. Zahlreiche Professoren sind ja sogar ganz offiziell von der Wirtschaft gekauft – nennt sich dann verharmlosend „Stiftungsprofessur“. Selbst diese Banalität versteht ein Alex1 aber nicht, was womöglich etwas mit seinem Bildungsweg zu tun hat.

  9. Es passt auch zu Hentinger, dass er von Forschung nichts hält. Er wäre da ein super Kumpel für Trump… 😆

  10. @Clemens: Der Hentinger ist ein unbelehrbarer Klimatroll und stänkert an Allem rum. Er scheut dabei vor keiner Lüge zurück (das EEG kostet uns tatsächlich pro Kopf und Tag ca. 20-30 Cent, mehr nicht).

    Gegen Fakten ist er absolut resistent. Trotzdem danke für die Fakten, es gibt immer Leute, die nicht so stur unbelehrbar ewiggestrig sind wie Hentinger.

  11. Da kann man mal sehen, welche Schnapsideen sich unsere Forschungseinrichtungen inzwischen einfallen lassen müssen, damit sie an die Forschungsgelder (vom Staat und/oder von Firmen) kommen, ohne die schon lange keine Hochschule mehr überleben kann (was von der Politik so gewollt ist, um die unangenehmen Situationen der Vergangenheit zu verhindern – man denke nur an die 68er).

    Was ist eigentlich aus dem ach so tollen Lageenergiespeicher geworden? Oder aus dem mit Forschungsgeldern überschütteten Ringwallspeicher?

    Achso – und warum unterschlägt der Artikel eigentlich wesentliche Aussagen, z.B. „nach der Schließung einer Zeche werden die vorhandenen Schächte schnell verfüllt, sodass sie nicht mehr nutzbar sind. Bereits stillgelegte Zechen kommen daher weniger als Standort infrage“? Daraus ergibt sich nämlich die Frage: Wie viele Zechen sind denn in Deutschland aktuell noch in Betrieb? Also um welches Gesamtpotential geht es bei diesem Forschungsprojekt eigentlich?

    Und wie lange soll dieses Pumpspeicherkraftwerk die genannten 450.000 Haushalte versorgen können? Eine Stunde?

    Korrekt ist allerdings, dass sich Pumpspeicherkraftwerke aktuell nicht rechnen, so dass schon mehrfach laut über die Schließung entsprechender Anlagen nachgedacht wurde. Ein Teil der vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke werden zudem bereits jetzt lediglich als Laufwasserkraftwerke genutzt, weil das wirtschaftlicher ist.

    Aber was soll’s? Da führen wir einfach noch einen Stromspeicherzuschlag auf den Strompreis ein. Mehr als eine Kugel Eis kann das dem durchschnittlichen Haushalt pro Monat ja nicht kosten.

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