Entwicklung und Produktion CO2-neutraler synthetischer Treibstoffe aus erneuerbaren Energiequellen

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co2-neutraler-synthetischer-treibstoffClean Fuel Now – Durch einen CO2-Kreislauf Treibstoff für eine saubere Mobilität gewinnen

Der Schweizer Verein Clean Fuel Now hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung und Produktion von CO2-neutralen, synthetischen Treibstoff aus erneuerbaren Energien zu fördern. Langfristig sollen diese neuen Treibstoffe die fossilen ersetzen. Dabei können diese synthetischen Treibstoffe nicht nur entscheidenden Einfluss auf den Transportsektor nehmen, sondern auch einen entscheidenden Beitrag für den Ausbau der erneuerbaren Energien leisten. Schon heute können synthetische Treibstoffe auf der Basis von CO2 aus der Luft gewonnen werden, ohne dass hierfür fossile Brennstoffe notwendig wären.

Was bedeutet Power-to-Fuel?

Bei Power-to-Fuel handelt es sich um ein Verfahren, bei dem CO2 aus der Umgebungsluft gefiltert wird. Gleichzeitig werden Wasserstoff und Energie hinzugegeben. Hieraus entsteht ein neuer und leistungsfähiger, synthetischer Treibstoff. Wichtig ist, dass die Energie, die diesem Kreislauf hinzugefügt werden muss, direkt aus erneuerbaren Quellen stammt. Vorteilhaft ist, dass bei diesem Verfahren kein neues CO2 mehr in die Atmosphäre gelangt und auch die fossilen Brennstoffe wie Erdöl oder Erdgas nicht benötigt werden.

Clean Fuel Now hat die Politik aufgefordert, Fahrzeuge mit Power-to-Fuel-Betrieb neu zu bewerten und bei ihnen nicht die alten Maßstäbe, die auf einen fossilen CO2-Ausstoß basieren, anzuwenden. Durch eine solche Förderung ergibt sich ein starker Kaufanreiz für Flotteninhaber im Transportwesen, die nicht nur in eine klimafreundliche Mobilität investieren, sondern sogar ihre Fahrzeuge und Motoren von heute verwenden können.

Clean Fuel Now setzt sich an allen Fronten für synthetische Treibstoffe ein

Am 18. Juni 2015 wurde auf dem Bundesplatz in Bern eine Betankungsaktion mit synthetischem CO2-freiem Treibstoff vorgestellt. Die neue Power-to-Fuel-Technologie wurde von Sunfire und Climeworks präsentiert, wobei der Dienstwagen von Nationalrat Thomas Böhni mit diesem fossilfreien Treibstoff betankt wurde. Der verwendetet Audi verrichtete problemlos seinen Betrieb.

Clean Fuel Now beantragte die Anrechnung synthetischer, CO2-neutraler Treibstoffe bei der Regierung. Der Schweizer Bundesrat wurde beauftragt, neue rechtliche Grundlagen im CO2-Gesetz zu schaffen, so dass Hersteller und Importeure von Fahrzeugen mit CO2-neutralem Antrieb, reduzierte CO2-Emmissionswerte im Rahmen der Flottenemissionsregelung anrechnen können. Die Anrechenbarkeit soll dabei aber auch auf Einzelfahrzeuge übertragen werden.

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CO2 kann als wertvoller Rohstoff genutzt werden

CO2 ist eigentlich als Klimakiller bekannt. Es lässt sich auf einfache Weise und überall aus der Umgebungsluft filtern. In einem Filter befindliches CO2 kann bei minus 95 Grad Celsius gelöst und gesammelt werden. Die für die Herunterkühlung verwendete Energie stammt dabei aus erneuerbaren Quellen. Dieses Verfahren wurde von der Schweizer Climeworks AG, ein Spin-of der ETH Zürich, entwickelt. Schon früher konnte man CO2 aus der Luft filtern. Jedoch liegen die Verdienste von Climeworks in der Kosten- und Energieeffizienz. Erst jetzt ist eine wirtschaftliche und ortsunabhängige Gewinnung von CO2 möglich.

Mittlerweile arbeitet auch Audi an der Realisierung eines Energiekreislaufs. Climeworks und Audi haben einen Kooperationsvertrag geschlossen und arbeiten gemeinsam an der sinnvollen Nutzung der CO2-Verwertung. Während Climeworks die CO2-Kollektoren entwickelt, ist Audi verantwortlich, diese Technik mit einer synthetischen Treibstoff-Strategie seiner Fahrzeuge zu kombinieren. So fördert Audi auch die Anlagen von Climeworks, um synthetische Treibstoffe herstellen zu können. Power-to-Fuel ist ein kompletter Energiekreislauf, bei dem fossile Brennstoffe nicht mehr benötigt werden. Wasserstoff und klimafreundliches CO2 werden zusammengebracht und mit erneuerbaren Energien zu Benzin, Diesel und Kerosin umgewandelt.

Bildquelle: © Gabi Eder / pixelio – www.pixelio.de


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  1. CO2 wird aus der Umgebungsluft gefiltert?? Wie ist das möglich, wenn das spezifische Gewicht von CO2 drei mal größer ist, als das von Luft? Und wenn ich für den Prozeß zur Herstellung von Benzin, Diesel und Kerosin (die schadstoffreich verbrannt werden) Wasserstoff brauche – warum verbrenne ich nicht gleich (schadstofffrei!) den Wasserstoff in den Motoren? Solcher Unfug hat seine Grenzen nur in der Verfügbarkeit von Fördermitteln. Und der Gipfel deutscher Ingenieurskunst ist dann, wenn ich in der Lage bin, H2 mit dem Gas aus Kuhscheiße (Biogas!) zu vermischen, um es danach (schadstoffreich) zu verbrennen. Siehe das Projekt in Norddeutschland – eingeweiht von der Bundeskanzlerin. Die Frage darf nicht sein, wie ich CO2 „vernichte“, sondern wie ich es nicht entstehen lasse!

  2. Wenn wir CO2 wirklich noch sinnvoll nutzen könnten wäre das wirklich ein riesen Fortschritt. Bin gespannt was dran ist und was die Zukunft auf dem Gebiet bringt.

Kommentare

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