Förderung von Stromspeichern im Land Brandenburg

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foerderung-stromspeicher-brandenburgDas Land Brandenburg arbeitet an einer eigenen Förderrichtlinie für Energiespeicher, die noch in diesem Jahr starten soll. Das technologie- und größenoffene Programm soll Speichertechnologien in die industrielle Anwendung bringen und mit 50 Millionen Euro ausgestattet werden. Das Wirtschaftsministerium in Potsdam wartet nur noch auf die beihilferechtliche Genehmigung durch die EU-Kommission.

„Bisher keine vergleichbare Richtlinie in Europa“

Die Förderung soll sowohl Unternehmen als auch Forschungsinstituten offen stehen. Sie ziele sowohl auf bereits eingeführte Technologien und Verfahren ab als auch auf neu entwickelte Lösungen zur Energiespeicherung, heißt es. Der systemrelevante, gesellschaftliche Nutzen der Anwendungen stehe im Vordergrund. Das Land muss nun der EU-Kommission gegenüber im Vorfeld nachweisen, dass die entsprechenden Projekte ohne Förderung nicht realisiert würden. Ein Teil der Gelder für das Programm, das neben 50 Millionen Euro für Speicher auch weitere 65 Millionen für die Speichereffizienz bereitstellt, stammt aus EU-Mitteln. Mit der neu erarbeiteten Richtlinie zur Speicherförderung betrete das Land Brandenburg und die EU Neuland. Bisher gebe es nichts Vergleichbares in Europa, so Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer.

Die Energiewende braucht Stromspeicher im industriellen Maßstab

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber hatte im Februar betont, dass sein Land bei der Energiewende Vorreiter sei. Das wolle man nun auch bei der Entwicklung von Energiespeichern werden. Nur wenn Speicher im industriellen Maßstab zur Verfügung stünden, könne die Energiewende ein Erfolg werden, sagte der Minister im Vorfeld des 2. Brandenburger Speichertages. Brandenburg deckt derzeit 20 Prozent seines Primärenergieverbrauches aus erneuerbaren Quellen. Bis 2030 sollen es 30 Prozent sein. Doch allein die Stromerzeugung reiche nicht aus. „Es müssen die Netze ausgebaut werden, um den Strom zu transportieren. Und damit der Strom zur Verfügung steht, wenn er gebraucht wird, muss er auch gespeichert werden können“, so Minister Gerber damals. Doch was bisher an Speichern vorhanden sei, sei weit von dem entfernt, was man tatsächlich brauche.

In Brandenburg wurden mithilfe von Landesmitteln bereits mehrere Speicherprojekte auf den Weg gebracht. Neben drei Batteriespeichern und einem Wärmespeicher erproben Enertrag und Eon in Hybrid-Kraftwerken die Power-to-Gas-Technologie. Das Land konnte wegen der engen Grenzen des europäischen Beihilferechts jedoch nur einen eher geringen Betrag besteuern. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke forderte auch den Bund auf, den rechtlichen Rahmen für Energiespeicher zu verbessern. Große Hoffnungen setzt das Land auf ein geplantes Projekt des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ), das Power-to-Gas mit einem CO2-Speicher kombinieren will. Das GFZ sucht derzeit nach Industriepartnern und nach einem geeigneten Standort für ein Pilotprojekt.

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Quellen / Weiterlesen:
Brandenburg legt Speicherförderung auf | energate messenger
Brandenburg plant Speicherförderprogramm mit 50 Millionen Euro | pv magazine
Gerber: Ohne Speicher keine erfolgreiche Energiewende! | Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)
Bildquelle: Wikipedia – Von Steag, Germany | Steag, Germany, CC BY-SA 3.0

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