Das Thema Effizienz ist auch in der Wasserwirtschaft ein Thema. Zum einen geht es um die möglichst effiziente Verteilung von Wasser, zum anderen um einen möglichst geringen Energieaufwand dabei. Dabei können intelligente Managementsysteme unterstützen. Im Rahmen des EU-Forschungsprojekt WatERP wird in zwei Smart Water-Pilotprojekten eine Software für verschiedene Anwendungsfälle in der Wasserversorgung entwickelt und getestet.

Verbrauch und Nachfrage intelligent aufeinander abstimmen

Herausgekommen ist eine Software, die den zu erwartenden Wasserbedarf auf täglicher und stündlicher Basis prognostiziert. In die Analyse fließen die verschiedensten Informationen über Verbrauchsmuster, Verluste, Wasserverteilung, Kosten, Energieverbrauch, Wettervorhersagen sowie Angebot und Nachfrage, aber auch mögliche Wassersparmaßnahmen mit ein. Selbstlernende Algorithmen stellen dann Informationen zur Verfügung, die helfen, Verbrauch und Nachfrage bestmöglich aufeinander abzustimmen. Benutzer des Systems, zu denen Versorgungsunternehmen, Behörden und Endnutzer gehören, bekommen so Unterstützung in Fragen der Wasserverteilung und der Energieeffizienz.

Die intelligente Software wird nun in zwei beispielhaften Projekten getestet. Im Raum Barcelona, wo Wassermangel herrscht, will man die effiziente Verteilung an verschiedene Verbrauchergruppen sicherstellen. Und in Deutschland testen die Stadtwerke Karlsruhe die Software mit dem Ziel einer effizienten Wasserverteilung im Versorgungsnetz bei möglichst niedrigem Energieverbrauch. Dort werden auf Basis von kurzfristigen Verbrauchsprognosen intelligente Pumpenfahrpläne erstellt und optimiert. Bisher stand bei der Wasserversorgung in Karlsruhe ausschließlich die Versorgungssicherheit und Qualität im Vordergrund. Nun soll das Thema Energieeffizienz bzw. niedriger Energieverbrauch hinzukommen. Die im Projekt WatERP entwickelte Software soll nun dabei helfen, alle drei Aspekte zu vereinen.

Smart Citys brauchen intelligentes Wassermanagement

Smart Water ist für viele Regionen der Welt ein Thema. Aus dem neusten World Water Report der Unesco geht hervor, dass die Weltbevölkerung immer mehr Frischwasser verbraucht. Gleichzeitig schrumpft das Angebot durch Umweltverschmutzung und durch die Folgen des Klimawandels, der mehr Dürreperioden mit sich bringt. Intelligente Lösungen für einen effizienten Umgang mit dem knappen Gut sind also nötiger denn je. Umso mehr, da mehr und mehr Menschen in Städten leben und sich dieser Trend in den nächsten Jahrzehnten Prognosen zufolge noch verstärken wird. Intelligentes Wassermanagement wird einer der wichtigsten Säulen künftiger Smart Citys sein.

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Quellen / Weiterlesen:
Smart Water – im Kampf gegen Wasserverschwendung | derStandart.at
WatERP – Water Enhanced Resource Planning: „Where water supply meets demand“ | Technologiezentrum Wasser
Project Overview | WatERP
Bildquelle: flickrSnap


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