Spendenaufruf: Photovoltaik für die Kinder von Tschernobyl

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photovoltaik-kinder-tschernobylDurch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 wurden nach Schätzung der Russischen Akademie für Wissenschaften bei Erwachsenen und Kindern 270.000 zusätzliche Krebsfälle ausgelöst. Dier Kindererholungsstätte „Nadesha“, 80 km nordwestlich von Minsk, bietet seit 1994 jedes Jahr 4.000 betroffenen Kindern die Möglichkeit eines ganzheitlichen Erholungsaufenthalts.

Um dieses Projekt wirtschaftlich unabhägiger zu gestalten soll auf dem Gelände eine PV-Anlage entstehen, welche ca. € 700.000 kosten wird. Hiervon wurden bereits € 400.000 eingeworben und der Verein hat uns gebeten, für weitere Spenden zu werben. Wir möchten unsere Leser bitten, dieses Projekt zu unterstützen.

Lesen Sie nachfolgend den Spendenaufruf vom Verein „Leben nach Tschernobyl e.V.“ vom 18.11.2016:

Photovoltaik für die Kinder von Tschernobyl

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl hat tausende Menschen das Leben gekostet und 7.000 Quadratkilometer Erde im Umfeld des Reaktors in eine Todeszone verwandelt. Die Tschernobyl-Katastrophe hat nach Schätzung der Russischen Akademie für Wissenschaften bei Erwachsenen und Kindern 270.000 zusätzliche Krebsfälle ausgelöst. Seit 1994 bietet die Kindererholungsstätte „Nadeshda“ jedes Jahr 4.000 von der Tschernobyl Katastrophe betroffenen Kindern die Möglichkeit eines ganzheitlichen Erholungsaufenthaltes. Jetzt setzt Nadeshda mit einer eigenen Photovoltaikanlage ein Signal für erneuerbare Energien und gegen fossile Energien und Atomkraft.

Die Tschernobyl-Katastrophe

Vor 30 Jahren ist in Tschernobyl das passiert, was nach Aussage von Befürworten der zivilen Nutzung der Atomkraft statistisch nie hätte passieren dürfen – eine Explosion in einem zivil genutzten Atomreaktor, die nukleare Strahlung in tödlichen Mengen freisetzte. Die Explosion in Block 4 des zivilen Atomkraftwerkes Tschernobyl hat am 26. April 1986 Trillionen von Becquerel radioaktiver Strahlung in die Umwelt entlassen und Leben und Infrastruktur eines ganzen Landstrichs vernichtet. In unmittelbarer Umgebung des Reaktors wurden 7.000 Quadratkilometer zur Sperrzone erklärt. Für Menschen aus der Umgebung von Tschernobyl werden Krankheiten und früher Tod nach der Reaktorkatastrophe zum ständigen Begleiter.

Nadeshda – Hoffnung für strahlengeschädigte Kinder

1994 gründen engagierte Helfer aus Weißrussland und Deutschland das Kinderzentrum Nadeshda, um von der Reaktorkatastrophe betroffenen jungen Menschen Erholung nach ganzheitlichem Prinzip zu ermöglichen.

Seit ihrer Gründung wurde die Erholungsstätte auf Grund der großen Nachfrage ständig erweitert, so dass jetzt jedes Jahr zwischen 4.000 und 5.000 Kinder und ihre Begleitpersonen in der Einrichtung betreut werden können. Zum 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, am 26. April 2016, beschließen die Freunde Nadeshdas ein Zeichen gegen Atomkraft und für saubere Energien zu setzen. Das Kinderzentrum NADESHDA wird eine Photovoltaikanlage erhalten und sauberen Strom aus der Kraft der Sonne erzeugen.

Photovoltaik in Nadeshda setzt Zeichen

Auf einer 2,5 Hektar großen Fläche wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 660 Kilowatt peak DC-seitig realisiert. Am Standort, rund 50 Kilometer nordwestlich von Minsk, wird die Photovoltaikanlage jedes Jahr knapp 614 Megawattstunden Strom produzieren, die ins öffentliche Netz eingespeist werden. Damit erwirtschaftet die Anlage für Nadeshda jährliche Einnahmen von umgerechnet 132.000 €.

Mit der Photovoltaikanlage nimmt das Kinderzentrum zunächst virtuell seine zukünftige Stromversorgung in die eigenen Hände. Nach der geplanten Fertigstellung der Anlage im Sommer 2017 werden die Einnahmen aus der PV-Stromerzeugung helfen, die wirtschaftliche Selbständigkeit und die Finanzierung des ganzheitlichen Erholungs- und Rehabilitationskonzeptes von Nadeshda sicherzustellen. Gleichzeitig wird das Kinderzentrum zu einem Leuchtturmprojekt für eine funktionierende Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien, in dem Land, das weltweit zum Synonym für das Scheitern der friedlichen Nutzung der Atomenergie geworden ist.

Spenden für Nadeshda

Das Photovoltaikprojekt in Nadeshda wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Von den 700.000 Euro Realisierungskosten konnten 400.000 Euro bereits gesammelt werden. Helfen Sie den Kindern von Tschernobyl – spenden Sie für das Nadeshda PV-Projekt ein weltweites Signal für Erneuerbare Energien und gegen die Atomkraft.

Spenden nimmt die Evangelische Bank Frankfurt auf dem Konto mit der folgenden Nummer entgegen: IBAN: DE03 5206 0410 0004 1144 00 BIC: GENODEF1EK1

Informationen zu Nadeshda im Internet unter www.nadeshda.by/de und http://www.freunde-nadeshda.de

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Über Nadeshda

Das Kinderzentrum NADESHDA wurde 1994 eröffnet und bietet jedes Jahr zwischen 4.000 und 5.000 Kindern und ihren Begleitpersonen aus den durch die Tschernobyl-Reaktorkatastrophe belasteten Gebieten Erholung. Basis für den Aufenthalt ist ein ganzheitliches Gesundheitsbildungskonzept, das medizinische, pädagogische, psychologische und ästhetische Betreuung umfasst. Das Kinderzentrum liegt 80 km nordwestlich von Minsk in einem Naturschutzgebiet, nahe dem Wilejka-See. Die Photovoltaikanlage wird auf einem 2,5 ha großen Grundstück in der Nähe des Kinderzentrums am Rande des Dorfes Ilja gebaut.

Nadeshda ist das einzige Erholungszentrum in zivilgesellschaftlicher Trägerschaft in der Rechtsform einer GmbH. Der belarussische Verein „Lebendige Partnerschaft“ ist mit 25,5%, der deutsche Verein „Freunde von Nadeshda in Deutschland“ mit 50,5% beteiligt und das staatliche Tschernobyl-Departement mit 24%. Koordiniert wird das Projekt vom Verein „Leben nach Tschernobyl – Für eine gemeinsame Zukunft in Europa“ im Auftrag des Vereins „Freunde von Nadeshda in Deutschland. Mit dem Bau der Photovoltaikanlage soll Anfang Juli 2017 begonnen werden. Alle erforderlichen staatlichen Genehmigungen und die Lizenzerteilung liegen vor.

Bildquelle: WikipediaKorn708Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0

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5 Comments…

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  1. Aha, nach dem Tränendrüsengedrücke kommt jetzt also die Neid-Keule.

    Wenn Sie nichts verwerfliches darin sehen, Leuten unter Vorgaukelung falscher Tatsachen ihr Geld abzunehmen, dann frage ich mich zunehmend, womit Sie selbst eigentlich Ihren Lebensunterhalt verdienen. Vielleicht liegt da ja der Grund, warum Sie kein Problem darin sehen, wenn derart schäbig mit gutgläubigen Leuten umgegangen wird.

    Den „Kindern von Tschernobyl“ gönne ich aus vollem Herzen, dass sie trotz all der Panikmache in Deutschland durchaus, wie Sie selbst bemerken, 80 Jahre alt werden können – selbst wenn das bedeuten sollte, dass somit noch weitere 50 Jahre lang Spendengelder für die angebliche Hilfe von Kindern gesammelt wird.

    Was ich dagegen von den Leuten halte, die deren Not für den eigenen Zweck missbrauchen, habe ich ja vermutlich hinreichend deutlich gemacht.

  2. Na ja, der Mensch hat eine höhere Lebenserwartung als Hase ( 7-11 Jahre), Hirsch (10-20 Jahre) und Kollegen. Bei Menschen die Radioaktivität ausgesetzt sind kann alles mögliche passieren im Zeitraum von 80 Lebensjahren. Ich beneide niemand dessen Eltern oder Großeltern in Tschernobyl zur Zeit des Reaktorunfalls waren. Kann nichts Verwerfliches darin sehen den Kindern, Enkeln oder Urenkeln der Betroffenen eine Ganzheitliche Erholung zukommen zu lassen.

  3. Soso, 7.000 Quadratkilometer um den Reaktor sind also Todeszone. Welch Glück, dass das die dort lebenden Wildtiere nicht wissen und sich deshalb geradezu explosionsartig vermehrt haben, seit die Gegend von den störenden Menschen befreit wurde. Das ist doch vielleicht auch ein Konzept, das man mal woanders durchziehen sollte – das Ruhrgebiet räumen, oder den Großraum Berlin. Natürlich auch da mit der Behauptung, dass es eine Todeszone sei, damit sich kein Mensch mehr hin traut…

    Das wäre mal aktiver Natur- und Artenschutz. Und Klimaschutz von mir aus auch (vor was auch immer man das Klima schützen muss). Ganz im Gegensatz zur Naturzerstörung, die aktuell in Deutschland im Namen der Klimawandelverhinderungsbestrebung durchgezogen wird.

    Schön ist der Hinweis auf die langfristigen Folgen verbunden mit der Bemerkung, dass niemand die langfristigen Folgen kennen kann. Fehlendes Wissen wird dabei großzügig durch Fantasie ersetzt – wobei man natürlich grundsätzlich vom negativsten Szenario ausgeht (hat man ja schließlich vom Spendensammel-Weltmeister Greenpeace gelernt – oder von den sogenannten Klimaforschern).

    Wenn es lediglich um die Finanzierung von kulturellen, wirtschaftlichen und pädagogischen Einrichtungen in der Ukraine geht – unabhängig davon, ob die Empfänger überhaupt jemals in der Nähe von Prypjat gelebt haben -, dann sollte man so ehrlich sein, und das den potentiellen Spendern auch sagen. Und wenn Leute dann 10% ihres Jahreseinkommens spenden, im Wissen, dass es dabei längst nicht mehr um die „Kinder von Tschernobyl“ geht, seh ich doch auch gar kein Problem. Jeder muss schließlich selbst entscheiden, wie er sich seinen Platz im Paradies erwirbt (und da ist mir so eine Spende deutlich sympathischer, als das Zünden eines Sprengstoffgürtels).

    Nur wenn ich angelogen werden, dann frage ich mich automatisch, welcher Zweck damit verfolgt wird. Egal ob es nun um Bilder von Kindern geht, die eigentlich längst erwachsen sein müssten, oder um die Behauptung, dass man sich mit Strom aus PV-Anlagen zu 100% selbst versorgt, indem man ihn vollständig ins öffentliche Netz entsorgt.

    Zu welchen Antworten ich bei diesen Fragen komme, will ich an dieser Stelle aber lieber nicht erwähnen – denn letztlich handelt es sich dabei ja auch nur um Spekulationen.

    Bemerkenswert ist aber der Schlusshinweis, dass nur der was bewegt, der andere Leute belügt. Klingt irgendwie nach „der Zweck heiligt die Mittel“, oder? Aber war/ist das nicht auch der Leitspruch der meisten Diktatoren?

  4. Ziemlich einfach gestricktes Statement „Hentinger“. 7000 Quadratkilometern um den Reaktor sind Todeszone wegen der stark radioaktiven Strahlung. Im weiteren Umkreis ist die landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr möglich. Kultur und Infrastruktur sind durch die Reaktorkatastrophe langfristig zerstört, viele Menschen Haus, Hof und Heimat verloren, Industriestandorte sind zerstört, die Arbeitslosigkeit ist hoch.

    Explodiert ein Reaktor wird die Umwelt radioaktiv verseucht und das auf Jahrzehnte. Das betrifft nicht eine sondern viele Generationen, keiner kann sagen wie lang, Tschernobyl ist die erste Reaktorkatastrophe dieser Art und damit ein Testfeld.

    Klar ist, dass in den betroffenen Gebieten in der ehemaligen Sowjetunion die Unterstützung für Betroffene schlecht ist und das soziale Netz ganz weite Maschen hat. Ob man spendet oder ist eine individuelle Entscheidung, aber das was die Freunde Nadeshdas Leben nach Tschernobyl seit 94 aufgebaut haben ist eine gigantische Leistung: Ökologische Landwirtschaft, medizinische Versorgung, pädagogische, ganzheitliche Bildung während er Aufenthalte im Zentrum.

    Die Wärmeversorgung des gesamten Zentrums ist zu 100 % nachhaltig und CO2 neutral, mit Solarthermie und Holz aus eigenem ökologischen Anbau.

    Es gibt einige Menschen die für das Projekt 10 % ihres Jahreseinkommens abgeben weil sie von Nadeshda überzeugt sind. Die Photovoltaik ist der nächste Schritt in zu 100% Energieautarkie.
    Das geht mit Menschen die zupacken und sich engagieren. Die schaffen nicht alles auf einmal, aber sie schaffen was. Die anderen bewegen nix.

  5. Eine Kindererholungsstätte für die betroffenen Kinder der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986? Also für Kinder, die mindestens 30 Jahre alt sind?

    Dazu passt dann auch die Aussage: „Mit der Photovoltaikanlage nimmt das Kinderzentrum zunächst virtuell seine zukünftige Stromversorgung in die eigenen Hände.“ Wer sich bereits lediglich virtuell um geschädigte Kinder kümmert, bei dem verwundert es nicht, wenn er auch seine Stromversorgung nur virtuell selbst in die Hände nehmen. So wie es sich bei den Kindern tatsächlich gar nicht um Opfer von Tschernobyl handelt, nutzt man auch künftig nicht den selbst erzeugten Zufallsstrom, sondern vertraut stattdessen weiterhin auf den aus Strom auch aus Kernkraftwerken.

    Dann genügt es doch ich auch, wenn man nur virtuell spendet.

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